Aktualität

21.07.2017 | 11:15

Hitze im Fahrzeug: nach 20 Minuten wird es selbst im Schatten dramatisch

Lassen Sie während der Sommerzeit kein Kind, keine betagte Person und kein Tier in einem Fahrzeug eingeschlossen.

Auch nicht für einen kurzen Moment ("Ich gehe schnell etwas Kleines einkaufen"), denn 20 Minuten reichen, um die Temperatur bis auf 70° klettern zu lassen, was ihr Leben in Gefahr bringen kann. Das gilt selbst, wenn das Fahrzeug im Schatten abgestellt wurde. Wer ein Kind oder ein Tier eingeschlossen in einem Auto an der Sonne sieht, muss unverzüglich über die Nummer 117 die Gendarmerie anrufen.


Angesichts der kommenden Hitze möchte der Stab HELIOS 2017 darauf hinweisen, dass ein Kind, eine betagte Person oder ein Tier in Lebensgefahr gebracht wird, wenn sie im Innern eines Fahrzeugs ? sogar im Schatten mit leicht geöffnetem Fenstern ? gelassen werden. In wenigen Minuten verwandelt sich das Fahrzeug in einen wahren Ofen, selbst wenn es nicht direkt in der Sonne abgestellt wurde.


Bei einer Aussentemperatur von 25° kann die Temperatur im Innern eines abgestellten Fahrzeugs in einigen Minuten bis auf 50° klettern. Bei einer Tagestemperatur von 32° kann die Innentemperatur sogar in weniger als 10 Minuten 70° erreichen. Nie darf deshalb ein Kind, eine betagte Person oder ein Tier auch nur für einige Momente in einem Fahrzeug gelassen werden. Ein Fenster ein Stück weit offen zu lassen, oder das Fahrzeug am Schatten abzustellen, reicht nicht. Ganz allgemein sollten übrigens ein Kind oder ein Tier nie ohne Aufsicht in einem Fahrzeug zurückbleiben.


Wie soll man sich verhalten?
Wer ein Kind oder ein Tier eingeschlossen in einem Auto an der Sonne sieht, muss unverzüglich über die Nummer 117 die Gendarmerie anrufen.

Zur Erinnerung, die Anzeichen eines Hitzschlags sind: erhöhter Puls, trockene und rote Haut/trockenes und rotes Gesicht, Schwäche, verwirrter Zustand, Schwindel, Übelkeit und Muskelkrämpfe. Wenn jemand diese Zeichen aufweist, muss sie oder er unbedingt an den Schatten gelegt werden, etwas zu trinken bekommen, gekühlt und zu einem Arzt gebracht werden. Man kann auch die Nummer 144 anrufen.


Präventionstätigkeit vor Ort
Ab Freitag, 21. Juli, sensibilisiert die Kantonspolizei die Verantwortlichen der Einkaufszentren im Kanton und gibt Ratschläge zu erhöhter Wachsamkeit. Sie wird auch vermehrt vorbeugend auf den Parkplätzen der Einkaufszentren des Kantons patrouillieren, um allenfalls Kinder oder Tiere in einem abgestellten Fahrzeug rechtzeitig zu entdecken.


Diese Aktion wird im Rahmen von HELIOS 2017, dem kantonalen Koordinationsstab "Trockenheit und Hitzewelle" des Kantonalen Führungsorgans KFO, durchgeführt.


Weitere Informationen
> Personen: Website des Kantonsarztes
> Tiere: Website des Kantonstierarztes
> Allgemein: https://www.tcs.ch/de/der-tcs/presse/medienmitteilungen/2015/sommerhitze-auto.php