Verwarnung / Führerausweisentzug (Administrativmassnahmen)

FAQ

Mein Führerausweis wurde mir durch die Polizei wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand direkt auf der Strasse abgenommen. Wie geht das Administrativverfahren nun weiter?

Ich habe den Brief "Eröffnung eines Administrativverfahrens" von der KAM erhalten. Was ist der Sinn dieses Briefes und was muss ich tun?

Ich habe bereits eine Busse erhalten. Nun erhalte ich noch einen Brief von Ihnen. Was bedeutet dies?

Kann ich den Vollzug des Führerausweisentzuges unterbrechen?

Wie lange dauert die "Bewährungsfrist" (Zeitraum der Anrechnung der Rückfälle)?

 

Als Administrativmassnahmen gegenüber Fahrzeugführern werden alle Anordnungen der Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr (KAM) bezeichnet, welche das Verhalten von fehlbaren Fahrzeuglenkern in positivem Sinne beeinflussen sollen oder dazu dienen, nicht fahrgeeignete Personen vom Verkehr fernzuhalten.
Die Verwaltungsbehörde des Wohnortkantons – im Kanton Freiburg die KAM – ist für die Anordnung dieser im Bundesgesetz über den Strassenverkehr (SVG; SR 741.01; insbesondere Art. 14 und ff.) vorgesehenen Massnahmen gegenüber der betroffenen Person zuständig (Art. 22 SVG). Als solche Massnahmen fallen gestützt auf das SVG und die Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) u.a. in Betracht:

  • Verweigerung eines Lernfahr- oder Führerausweises
  • Verwarnung
  • Anordnung von Verkehrsunterricht
  • Befristeter Entzug des Führerausweises für Motorfahrzeuge (auch Motorfahrräder)
  • Aberkennung des Rechts, von einem ausländischen Führerausweis in der Schweiz Gebrauch zu machen
  • Kontrollfahrt oder neue Führerprüfung
  • Anordnung einer verkehrsmedizinischen oder -psychologischen Untersuchung zur Abklärung der Fahreignung
  • Sicherungsentzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit wegen fehlender Fahreignung

In der Broschüre "Konsequenzen im Falle einer Widerhandlung", verfügbar in vier Sprachen, finden Sie die notwendigen Informationen betreffend Administrativmassnahmen:

Die Art der Massnahme richtet sich nach der Schwere der begangenen Verkehrswiderhandlung. Das SVG unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren (Art. 16c SVG) Widerhandlungen.

Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Widerhandlung als leicht, mittelschwer oder schwer einzustufen ist, ist der automobilistische Leumund wie auch die berufliche Notwendigkeit, ein Fahrzeug zu führen, unbeachtlich. Dem Leumund und der beruflichen Sanktions-Empfindlichkeit kann nur bei der Festsetzung der Massnahmendauer mildernd Rechnung getragen werden.